Das Magazin


Zum Artikel: Immobilien und Aktien sind Sachwerte 29. Mai 2013

Immobilien und Aktien sind Sachwerte

Magazin: Immobilien zur Kapitalanlage
Michael Lengries

Wenn es um Anlagestrategien geht, ist häufig vom Sachwert und vom Geldwert zu lesen. Die Begriffe sorgen häufig für Schwierigkeiten. Sie können zwar klar definiert werden, aber welche Werte zu welcher Klassifikation letztendlich gehören, ist manchmal etwas schwammig.

Ein deutlicher Unterschied

Jegliche Wirtschaftsgüter, welche einen Gebrauchswert verkörpern und unabhängig oder nahezu unabhängig von der Inflation sind, werden als Sachwert bezeichnet. Dies können beispielsweise Häuser, Grundstücke, Eigentumswohnungen oder Gold und Silber sein. Da sich mit diesem Begriff von dem eigentlichen Marktpreis erst einmal gelöst wird, ist die Höhe des Wertes eines Gutes nicht immer leicht zu bestimmen. Meist werden zur Wertermittlung die Anschaffungskosten herangezogen, von denen weiteren Kosten wie die Abnutzung des Wirtschaftsgutes abgezogen werden und gegebenenfalls weitere Kosten hinzugezählt werden. Eine Gleichsetzung mit dem Marktwert wäre allerdings grundsätzlich falsch. Beim Geldwert hingegen wird vom Nominalwert des gesetzlich verankerten Zahlungsmittels, im Regelfall die Währung, gesprochen. Daher beschreibt er seinen Wert im Ware-Geldhandel und wird in den meisten Fällen von der Nationalbank fixiert. Beispiele für Geldwerte sind daher Währungen, Rentenversicherungen und Anleihen. Diese Definitionen zeigen, dass der Geldwert Inflationen unterworfen ist und der Sachwert prinzipiell nicht oder nur sehr eingeschränkt. Die Abgrenzung der beiden Begrifflichkeiten ist daher sehr deutlich, kann aber in der Praxis für Schwierigkeiten sorgen. Was gelegentlich wie ein Sachwert aussieht, ist in Wirklichkeit keiner.

Aktien und Immobilien als Sachwerte

Immobilien und Aktien werden im Allgemeinen zu den Sachwerten gezählt.

Bei einem Aktienkauf beteiligt sich der Anleger als Mitinhaber an dem Unternehmen und nicht an den Schulden des Staates. Jedoch darf nicht der gesamte Aktienmarkt als Sachwert bezeichnet werden. Aktien von Unternehmen, welche beispielsweise stark abhängig sind von Konjunkturen oder Rohstoffpreisen, sind streng genommen keine Sachwerte. Nur Unternehmen, die auch in Krisen gute Geschäfte machen können, bieten einen hinreichenden Inflationsschutz und sind somit Sachwerte.

Auch Immobilien gehören zu den Wirtschaftsgütern, die einen Wert an sich darstellen und erst einmal losgelöst von jedem aktuellen Marktpreis sind. Sie gelten daher als verhältnismäßig krisensicher und als guter Schutz gegen die Inflation. Daher geben sie die Möglichkeit Vermögen zu speichern.

Wird in der heutigen Zeit eine Wohnung gekauft, zahle ich dafür den auch heute aktuellen Wert.

Über die Jahre fällt der Wert des Geldes durch die Inflation, allerdings der Wert meiner gekauften Wohnung bleibt gleich. Dadurch ist in der Regel 20,30 Jahre später meine Wohnung einen signifikant höheren Geldbetrag wert. Das spüre ich dann, wenn ich sie verkaufen möchte, allerdings auch über die Mieteinnahme.

In regelmäßigen Abständen werden Mietpreise erhöht, um den sinkenden Geldwert aufzufangen. Meine Rate allerdings, mit der ich die Wohnung bei der Bank abzahle bleibt gleich.



Das könnte Sie auch interessieren

Beiträge laden