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Zum Artikel: Das Tilgungsaussetzungsdarlehen - Gleichbleibender Darlehensstand bis zur Endfälligkeit 29.05.2017

Das Tilgungsaussetzungsdarlehen - Gleichbleibender Darlehensstand bis zur Endfälligkeit

Magazin: Immobilien zur Kapitalanlage
Stefan Schreiber

Das Tilgungsaussetzungsdarlehen wird in der Praxis häufig als endfälliges Darlehen, LV-Tilgungsaussetzung, Fälligkeitsdarlehen oder Festbetragsdarlehen bezeichnet.

Die Bezeichnung dieser Finanzierungsform geht aus der Art der Tilgung hervor. Während der vereinbarten Darlehenslaufzeit bleibt der offene Darlehensbetrag gleich und es erfolgt rein die Zahlung der anfallenden Zinsen. Die Tilgung des Aussetzungsdarlehens erfolgt in einer Summe zum festgelegten Fälligkeitszeitpunkt. Als Sparanlage für die benötigte Summe kann ein Bausparvertrag, ein Fonds oder eine Lebensversicherung gewählt werden. Um die monatliche Belastung bei einer Kreditaufnahme gering zu halten, kann das endfällige Darlehen bei einem kombinierten Finanzierungsmodell eingesetzt werden. Zudem kann ein Darlehen mit Tilgungsaussetzung und einem festen Rückzahlungszeitpunkt als Vorausdarlehen aufgenommen werden und aus einer fälligen Geldanlage abgezahlt werden.

In der Kreditpraxis wird bei endfälligen Darlehen aufgrund der nachhaltigen Sicherungsmöglichkeit häufig die Variante der Finanzierung mithilfe einer Lebensversicherung gewählt. Hierfür kann eine neu abzuschließende Lebensversicherung oder eine bereits bestehende Versicherung mit einer ausreichenden Versicherungssumme dienen. Während der Laufzeit des Darlehens erbringt der Kreditnehmer die Zahlung der Zinsen und der Beiträge zur LV, welche gleichzeitig die Kreditsicherheit darstellt.

Die Konditionen bei einem Tilgungsaussetzungsdarlehen werden wie bei einem Annuitätendarlehen über den Kreditvertrag festgelegt. Auch hier erfolgt eine Zinsbindung oder Zinsfestschreibung für einen festgelegten Zeitraum. In der Regel wird eine Zinsbindung von bis zu 15 Jahren angestrebt. Sondertilgungen oder außerplanmäßige Tilgungsleistungen sind bei einem endfälligen Darlehen nicht möglich.

Die Finanzierung einer Immobilie über ein Tilgungsaussetzungs- oder Lebensversicherungsdarlehen ist vor allem für Kreditnehmer interessant, die die zu finanzierende Immobilie nicht selbst bewohnen und diese vermieten. Aus den monatlich erzielten Miteinnahmen können die anfallenden Zinsen für das Aussetzungsdarlehen und die Beiträge zur Lebensversicherung geleistet werden. Darüber hinaus sind die Zinsleistungen für ein Darlehen dieser Art steuerlich absetzbar und ermöglichen über den gesamten Zeitraum der Darlehenslaufzeit eine gleichbleibende steuerliche Entlastung für den Immobilienbesitzer. Unterschiede in der Besteuerung der Versicherungsleistung ergeben sich aus dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Nicht besteuert werden muss eine LV, die vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurde und eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren erfüllt hat. Handelt es sich hier um eine nach dem 01.01.2005 abgeschlossene Lebensversicherung und der Versicherungsnehmer hat das 62. Lebensjahr erreicht, müssen lediglich 50 % des Ertragsanteils versteuert werden. Der Ertragsanteil ergibt sich aus der Differenz zwischen der Versicherungsauszahlung und der Summe der gezahlten Beiträge. Bei dem Kauf einer Wohnung zur Kapitalanlage kann ein Tilgungsaussetzungsdarlehen dementsprechend sehr sinnvoll sein. Es ist empfehlenswert, dieses Modell sowohl mit Ihrem Steuerberater, oder auch mit einem Systemimmo-Berater zu besprechen.

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